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Lang ist's
her, dass die Dreschmaschine im Herbst nach der Ernte zu jedem Bauern in
die Scheune fuhr. Mit einem Hartgummi bereiften Traktor wurde die
Maschine fortbewegt und zum dreschen mit einem Riemen vom Traktor aus zum Laufen gebracht. Manchmal dauerte das dreschen beim Bauern einen
Tag, anderntags kamen zwei Bauern an die Reihe, je nach Menge der
Frucht, die es zu dreschen gab. Die Menschen halfen sich gegenseitig,
denn die Arbeit war nicht leicht. |
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Es wurden viele
fleißige Hände gebraucht: gabeln, einlegen, Spreu wegschaffen und
vieles mehr. Anfangs musste das Stroh mit Hand gebunden werden. Später
kam eine Presse dazu, die selbstständig Strohballen presste. Die Säcke
mit den Körnern wurden damals mühselig auf dem Rücken ins Haus, oft
über schlecht begehbare Treppen, hinauf zum Körnerboden getragen.
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Jahre später (1950) wurde Maschine und Presse zusammengebaut und mit
einem Elektromotor angetrieben, der in einem Beiwagen montiert war.
Mit
dem Körnergebläse begann eine weitere Erleichterung. Die Frucht konnte
durch Rohre von der Maschine aus direkt auf die dafür vorgesehene
Stelle geblasen werden - wieder ein Fortschritt. Wo die Dreschmaschine
war, kamen die Kinder hin und freute sich über ein Stück
Streuselkuchen (Riwelkuchen) - ein schöner Brauch im Dorf.
Und
so ein Dreschtag konnte am Ende sogar noch Wunder vollbringen: Wenn nach
getaner Arbeit, viel gelöschtem Durst, statt einer - zwei
Dreschmaschine auf dem Hof standen. |
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Geschichte
der Dreschmaschine |
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Die Einführung der Dreschmaschine wurde von dem
Aufstand der Landarbeiter im Jahre 1830/31 in England begeleitet. Der
Unmut richtete sich gegen die geraubte Winterarbeit dem über 390
Dreschmaschinen zum Opfer fielen. 19 Anführer wurden hingerichtet,
über 480 Gefangene wurde nach Australien transportiert.
Die ersten Dreschmaschinen wurden von Hand
angetrieben. Diese Arbeit war sehr anstrengend, weshalb man sie auch als
"Schinderhannes" bezeichnet. Die erste brauchbare
Dreschmaschine erbaute Ende des 18. Jahrhunderts der Schotte Endrew
Meikle. Die Maschine arbeitete nach dem Schlagleistenprinzip, eine
Technik die heute noch bei Mähdreschern Anwendung findet.
Die obige Dreschmaschine wurde von Karl Blum und
Heinrich Rahn I (Wohnfeld) zwischen 1934 - 1953 in der Umgebung von
Wohnfeld eingesetzt. In Deutschland wurden die Dreschmaschinen in den
50er Jahren von den Mähdreschern verdrängt. |
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