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Hausgeschichte:
In dem bäuerlichen Anwesen,1893/94 errichtet, wird eine Gastwirtschaft
untergebracht. Der Erbauer, Adam Hofmann, ist des Ausschenkens mächtig,
stammte er doch aus der Wohnfelder Gastwirtschaft "Zum gemütlichen
Eck." 1950 gesellt sich die Poststelle dazu. Parallel betreibt man
Landwirtschaft, besitzt ein Dutzend Kühe, ein Pferd, Hühner und
Schweine im Stall.
Der Volksmund nennt die
Gastwirtschaft "bei Dähls Hannes". Es sind die alten Männer,
die hier in der Feierabendwirtschaft weit nach Sonnenuntergang mit Bier
und Schnaps verköstigt werden und dabei Karten spielen.
Bis 1962 gibt es insgesamt drei
Gastwirtschaften in Wohnfeld, heute, 2003, nur noch eine. Und von den
einst fünf Lebensmittelläden, die alle das Gleiche anzubieten hatten,
ist keiner mehr vorhanden.
In "Dähls Haus"
gibt es neben Schnaps und Briefmarken auch das nötige Kleingeld, da die
Sparkasse, nachdem die Post abgeschafft wurde, in der ehemaligen
Schalterstube ihre Filiale eröffnet. Einmal in der Woche wird
aufgemacht, da kommt das Geldauto. Man traut dem Papiergled nicht so
recht und bevorzugte die "bare" Münze. Geldangelegenheiten,
das Abholen der Rente zum Beispiel, werden vorwiegend von Frauen
erledigt. So sitzen die Kundinnen oft strickend und schwätzend in der Küche
und warten, bis sie an der Reihe sind und in den kleinen Sparkassenraum
gerufen werden.
Im ersten Stock wird 1926
Theater gespielt. Die Tradition findet in den fünfziger Jahren ihren Höhepunkt,
als das Theaterensemble der freiwilligen Feuerwehr auch außerhalb
Wohnfelds auftritt. Post
und Gastwirtschaft werden hier bis in die siebziger Jahre betrieben.
Als im Jahr 1884 Adam Hofmann
und Katharina Diehl, beide aus Wohnfeld, hier im Haus der Braut
heiraten, hat laut Ehevertrag jeder mitzubringen: "1000 Mark bares
Geld, ferner eine Kuh, zwei Schafe, dreisig Mark für ein Schwein, ein
Kleiderschrank, sechs Stuhl, ein voll ständiges Bette und standesmäsige
Kleidung, ca Werth 2000 Mark." Ferner bringt die Braut zusätzlich
in die Ehe ein: Einen Küchenschrank, 10 Klaben gebrechten Flachs (10
Garben Rohflachs), ein Kleugtuch (Wagentuch zum Abdecken der Garben). |
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Aus dieser Ehe gehen drei Kinder hervor. Der Sohn,
Johannes Hofmann, heiratete 1919 Anna Roth aus Kölzenhain. Nach dem Tod
ihrer Eltern im Jahre 1962 lebt ihr einziges Kind, Tochter Erna (geboren
1919), bis zu ihrem Tode 1995 alleine in dem großen Haus. Sie bleibt
unverheiratet, ohne Nachkommen, so dass eine Erbengemeinschaft das Haus
an Klaus Kaas verkauft. Bald kam Heike Rühl aus Frankfurt hinzu und der
kleine Julian wird geboren.
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