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Nach einer Besichtigung am 25.
August 1905 mehrerer Quellen durch Kulturingenieur Herr Wallek, von der Großherzoglichen
Kulturinspektion Gießen, dem Bürgermeister von Wohnfeld (Hofmann) und einem
weiteren Gemeinderatsmitglied, wurden die im Flur 19 der Gemarkung Bobenhausen
und im Flur 9 der Gemarkung Wohnfeld (Schegewiese und tiefen Graben) liegenden
Quellen besichtigt und festgestellt, dass hier die erforderliche Wassermenge
voraussichtlich erschlossen werden kann. |
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Am 25. September 1905 wurde die Quellschüttungsmenge
mit 25 Tageskubikmetern festgestellt. Nach
Bekanntgabe der Vergebungsresultate durch Herrn Wallek beschließt der
Ortsvorstand von Wohnfeld am 4. April 1906 die Ausführungsarbeiten dem
Unternehmer Hermann Hardt aus Lauterbach aufgrund seines Angebotes vom
26. März 1906 zum Gesamtbetrag von 27468,30 Mark zu übertragen. Es
wurde an diesem Tag weiterhin festgelegt, dass jeder Hausbesitzer auf
Kosten der Gemeinde einen Anschluss mit Abstellventil bekommt. Mit dem
Bau der Zuleitung von den Quellen zum Hochbehälter (Gussrohre mit 70 mm
lichter Weite) und den Quellfassungsarbeiten, ist im Mai 1906 (genaues
Datum ist nicht bekannt) begonnen worden, da dies von der Bürgermeisterei
Wohnfeld als sehr dringlich bezeichnet wurde.
Im
Dezember 1906 teilte die Großherzogliche Brandversicherungskammer in
Darmstadt mit, dass bis zum 1. April 1907 ein Schlauchwagen, 2
Strahlrohre und 100 m Schläuche anzuschaffen waren. Die Mehrkosten,
welche in der Gemeinde Wohnfeld im Interesse des Feuerschutzes
entstanden waren, sind nachfolgend dargestellt:
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1. |
Größerer
Hochbehälter (70 m³ statt 20 m³ Nutzinhalt) |
2000 Mark |
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2. |
300
m Gussrohre von 100 mm lichter Weite statt 60 mm |
360 Mark |
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3. |
2700
m Gussrohre von 70 u. 80 mm l. W. statt 40 u. 50 mm |
2700 Mark |
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4. |
13
Unterflurhydranten mit Zubehör |
650 Mark |
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5. |
25
Bezeichnungstafeln |
55 Mark |
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6. |
2
eiserne Ständer für die Bezeichnungstafeln |
25 Mark |
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7. |
2
kupferne Hydrantenstandrohre |
170 Mark |
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8. |
Größere
Formstücke, Schieber pp. überschlägl |
240 Mark |
Vom
Chemischen Untersuchungsamt in Gießen wurde am 4. Juni 1915 in der
Gemeinde Wohnfeld eine chemische und bakteriologische Untersuchung einer
Wasserprobe. Bei einer
Untersuchung des Wasserwerkes Wohnfeld am 17. Juli 1918 durch die Großherzogliche
Kulturinspektion Gießen wurde beanstandet, dass der Schachtdeckel der
Quellkammer mit Inertol zu streichen sei.
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