Die genaue Zeit der Entstehung bzw. Gründung der
Gemeinde Wohnfeld kann nicht genau angegeben werden, es fehlen die hierzu
erforderlichen Urkunden. Wahrscheinlich aber liegen die Anfänge des Dorfes in
der ersten Rodungszeit, also zwischen 600 und 1100 n. Chr. Die Endung -feld des
Dorfnamens weist darauf hin. Bekannt ist weiterhin, dass es in der Nähe des
Streitbaches bei Wohnfeld vor 1350 eine weitere größere Siedlung gab, mit etwa
12 Hofreiten, die in den Kirchenakten nachweisbar ist.
Ersterwähnungsurkunde (Originalfoto)
(Übersetzung in die heutige Schreibweise)
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Wir Heinrich [2.] von Isenburg, Herr
zu Büdingen, anerkennen öffentlich durch diese Urkunde vor allen Leuten, die
sie lesen oder hören lesen, dass die rechtschaffenen, klugen Leute Clas von
Sassen und sein Bruder [Volpert], Bürger zu Grünberg, ihre Lehnen, mit denen
sie von uns belehnt werden sollen, rechtmäßig erlangt haben. Daher haben wir
mit Rat unserer Freunde zugesagt, und belehnen sie mit dieser öffentlichen
Urkunde mit den Zehnten, die im folgenden geschrieben stehen, die im Gericht
Bobenhausen sich befinden, zu richtigem Mannlehen. Mit Namen [genannt] die
Zehnten in Bobenhausen, in Ober-Seibertenrod, in Höckersdorf, in Sellnrod, in
Wohnfeld, in Altenhain, in Lienscheid, in Langwasser, Ober- und
Nieder-Petershain, in Kölzenhain, in
Feldkrücken, in Seligenstatt und in Fulkenandishain. Und dies sollen wir ihnen
von Rechts wegen zu Lehnen geben, ausgenommen Arglist und jeglichen Vorbehalt.
Um daher dieses Zeugnis zu wahren, überreichen wir dem vorgenannten Clas und
seinem Bruder diese unsere öffentliche Urkunde, an die unser Siegel [als]
Zeugnis (=Beweismittel) angehängt ist. Getätigt und gegeben am Freitag vor dem
Sonntag, an dem „Cantate“ gesungen wird; im Jahre des Herrn 1353.
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