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Von den gefürchteten Pestseuchen des Mittelalters
war Wohnfeld trotz seiner abgeschiedenen Lage nicht verschont geblieben.
Leider ist über die Opfer und die Ausbreitung der Pest in der
Wohnfelder Gegend recht wenig bekannt.
Die Jahre 1611, 1613 und 1624 waren Pestjahre.
Nirgendwo sind Angaben über Verlauf und Anzahl der Opfer zu finden. Im
Jahre 1613 starben in Bobenhausen II, in der Zeit von Juli bis November
140 Menschen an der Seuche. Es ist anzunehmen, dass in Wohnfeld
ähnliche Opfer zu beklagen waren. Am 22. November 1624 brach die Pest
in Wohnfeld erneut aus. Auch über diesen Verlauf ist nichts bekannt.
Aus einer Eintragung im Kirchenbuch der Pfarrei geht hervor, dass
Wohnfeld im Jahre 1681 noch keinen Gottesacker (Friedhof) hatte. Nur zu
Pestzeiten war es gestattet, Tote in der Gemeinde selbst zu bestatten.
Wo dies aber geschah, ist unbekannt.
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